Freelance-Market-News 01/2026

Liebe Leser,
das neue Jahr 2026 bringt für Freiberufler und Selbstständige ein Potpourri aus Chancen, Herausforderungen und regelgebendem Wandel mit sich – und wir wollen Sie auch dieses Jahr auf diesem Weg kompetent begleiten.
Gleich zu Jahresbeginn in Kraft getreten ist das Aktivrentengesetz, das eine interessante – wenn auch diskutable – Neuregelung für Arbeitnehmer über 67 Jahren bringt. Während die Bundesregierung damit den Fachkräftemangel bekämpfen und Erwerbstätige länger im Arbeitsmarkt halten möchte, zeigt sich schnell: Für Freiberufler und Selbstständige ist dieses Gesetz ein Lehrstück in Ungleichbehandlung. Mit einer Quote von 29 Prozent arbeiten Selbstständige deutlich häufiger über die Regelaltersgrenze hinaus als Angestellte – ohne auch nur den kleinsten Anreiz durch die Aktivrente zu erhalten.
Weit erfreulicher ist eine andere Nachricht: Freelance-Market wurde zum „Unternehmen der Zukunft 2026" nominiert. Diese Anerkennung des Deutschen Innovationsinstituts bestätigt, dass wir nicht nur als Vermittlungsplattform, sondern als Vordenker in der Branche überzeugen – mit einem Geschäftsmodell, das Transparenz und Fairness ernst nimmt.
Ein anderes Thema prägt die Agenda vieler Freiberufler intensiv: das Herrenberg-Urteil und die Scheinselbstständigkeit. Der Leserbrief von Matthias Gillmann beleuchtet ein zentrales Risiko, das vor allem Dozenten und Lehrende betrifft – und zwar mit beeindruckender Klarheit. Die Schonfrist des § 127 SGB IV endet unwiderruflich zum 31. Dezember 2026. Unser Beitrag bietet konkrete Handlungsoptionen: von der Festanstellung über echte Selbstständigkeit bis zum innovativen Plattform-Modell.
Eine Studie der Universität Leipzig untermauert zudem, dass unsere Tätigkeit als Freiberufler und Unternehmenslenker die geistige Leistungsfähigkeit im Alter langfristig erhält. Wer sein Gehirn durch strategisches Denken, Problemlösung und analytische Arbeit trainiert, bleibt länger mental fit. Ein beruhigendes Signal für alle, die mit komplexen Aufgaben arbeiten.
Abgerundet wird diese Ausgabe durch einen Freelancer-Artikel über die Herausforderungen in der spezialisierten Pharmastatistik und in unserem Freelancerwitz am Schluß geht es um einen Freelancer, der sich von seinem Kunden eine Weiterbildung von 100 000 Euro bezahlen lässt.
Ich wünsche Ihnen auch diesmal viel Vergnügen beim Lesen und natürlich wie immer gute Geschäfte!
Ihr Rainer Kurz
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Dieser Artikel wurde in den Freelance-Market-News 01/2026 veröffentlicht.


