Freelance-Market-News 11/2026

Liebe Leser,
Erfahrung ist für Freelancer ein wertvolles Kapital. Wer viele Jahre in seinem Fachgebiet gearbeitet hat, kennt nicht nur die Theorie, sondern weiß meist auch, wo Projekte ins Stocken geraten, welche Lösungen funktionieren und wie sich Fehler vermeiden lassen. Umso erstaunlicher ist es, dass der Staat ausgerechnet ältere Selbstständige bei der neuen Aktivrente bislang außen vor lässt.
Seit Anfang dieses Jahres können Arbeitnehmer nach Erreichen der Regelaltersgrenze bis zu 2000 Euro monatlich steuerfrei hinzuverdienen. Ein selbstständiger Ingenieur, Berater oder IT-Spezialist im gleichen Alter muss seine Einkünfte dagegen weiterhin vollständig versteuern. Eine Petition wollte diese Ungleichbehandlung beseitigen, fand im Petitionsausschuss des Bundestages jedoch keine Mehrheit. Immerhin soll nach zwei Jahren überprüft werden, ob künftig auch Selbstständige von der Aktivrente profitieren können.
Erfahrung allein reicht allerdings nicht – potenzielle Kunden müssen sie auch erkennen können. Deshalb beschäftigen wir uns in unserer „Frage des Monats“ diesmal mit den beiden wichtigen Profilfeldern „Schwerpunkte“ und „Erfahrung“. Viele Freelancer vermischen beides oder beschreiben sich mit schwammigen Begriffen wie „flexibel“, „vielseitig“ oder „lösungsorientiert“. Doch Auftraggeber wollen vor allem zwei Dinge wissen: Was kann dieser Freelancer konkret für mich tun – und warum kann ich ihm diese Aufgabe zutrauen? Wir zeigen, wie sich beide Fragen mit wenigen klaren Angaben beantworten lassen.
Dass nicht nur unsere Gedanken, sondern möglicherweise auch unsere Körperhaltung Einfluss darauf hat, wie wir die Welt wahrnehmen, zeigt Thomas Geiling in seinem Gastbeitrag. Eine wissenschaftliche Untersuchung deutet darauf hin, dass bereits die Art des Gehens beeinflussen kann, ob wir eher positiv oder negativ denken. Vielleicht also ein guter Anlass, beim nächsten Spaziergang einmal bewusst auf die eigene Haltung zu achten.
Außerdem demonstriert in unserem Freelancer-Artikel eine Journalistin, wie anspruchsvolle Textarbeiten für Verlage, Redaktionen und Ingenieurbüros hochprofessionell gemanagt werden und unser Witz des Monats erzählt von einem durchorganisierten Freelancer, der bei seiner Jahresplanung 2027 sogar an den Zeitpunkt denkt, an dem die Kunden die Rechnungen tatsächlich bezahlen.
Ich wünsche Ihnen auch diesmal viel Vergnügen beim Lesen und natürlich wie immer gute Geschäfte!
Ihr Rainer Kurz
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Dieser Artikel wurde in den Freelance-Market-News 11/2026 veröffentlicht.


