Freelance-Market-News 05/2026

Liebe Leser,
während die Bundesregierung mit der geplanten 1.000‑Euro‑Entlastungsprämie eine Entlastung verspricht, schauen viele Freiberufler und Kleinunternehmen eher sorgenvoll auf ihre Kalkulationen. Die Prämie wird nicht aus dem Staatshaushalt finanziert, sondern soll direkt auf Freiwilligkeitsbasis aus den ohnehin angespannten Kassen der Betriebe gezahlt werden – ein gefährliches Erwartungsmanagement gegenüber Mitarbeitenden und ein weiteres Beispiel dafür, wie politische Symbolpolitik in der Praxis bei den Falschen oder gar nicht landet.
Gleichzeitig zeigt sich: Wer als Freelancer langfristig überleben will, braucht mehr als nur ein fiskalisches „Strohfeuer“. Er oder sie braucht Verhandlungskompetenz, klare Kommunikation, gezielte Weiterbildung – und Auftraggeber, die professionelles Arbeiten wertschätzen. Genau diesen Spannungsbogen greifen wir in dieser Mai-Ausgabe auf.
Im Gastartikel von Thomas Geiling geht es darum, warum Freelancer keine „Killerkommunikation“ benötigen. Killerphrasen zerstören Ideen, blockieren Innovation und verwandeln Verhandlungen in Stellungskriege. Stattdessen plädiert Geiling für die „sanfte Kunst des Umdeutens“: Perspektivwechsel, intelligente Reframing‑Techniken und die klare Erkenntnis, dass auch „kein Ergebnis“ manchmal das beste Verhandlungsergebnis sein kann.
Für die eigene Zukunftsfähigkeit spielt Weiterbildung eine zentrale Rolle – und hier gibt es ausnahmsweise einmal gute Nachrichten: Das ESF‑Plus‑Programm KOMPASS des Bundesarbeitsministeriums wurde bis zum 29. Februar 2028 verlängert und ermöglicht Solo‑Selbstständigen über Qualifizierungsschecks Zuschüsse von bis zu 90 Prozent der Weiterbildungskosten bis maximal 4500 Euro. Wer sich jetzt strategisch weiterbildet – etwa zu KI, Digitalisierung oder Marketing – stärkt seine Marktposition genau dann, wenn viele Wettbewerber noch mit steigenden Kosten kämpfen.
Wie professionell externe Unterstützung aussehen kann, zeigt unsere Eventmanagerin aus Euskirchen in ihrem Praxisbeitrag: Sie beschreibt, warum Veranstaltungen scheitern, wenn sie „nebenbei“ organisiert werden, und wie ein erfahrener Profi dafür sorgt, dass von der Technik bis zur Moderation alles zusammenläuft. Ein starkes Plädoyer dafür, sich auf die eigenen Kernaufgaben zu konzentrieren – und für Spezialaufgaben Spezialisten zu buchen.
In unserer Frage des Monats klären wir außerdem, ob bei Freelance‑Market für Folgeprojekte zusätzliche Gebühren anfallen und damit auch der Humor nicht zu kurz kommt, liefern wir mit dem Freiberufler‑Witz des Monats einen augenzwinkernden Blick auf das Thema Bezahlmoral.
Ich wünsche Ihnen auch diesmal viel Vergnügen beim Lesen und natürlich wie immer gute Geschäfte!
Ihr Rainer Kurz
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Dieser Artikel wurde in den Freelance-Market-News 05/2026 veröffentlicht.


