Fast kostenlose Weiterbildung für Solo-Selbstständige: Kompass bis 2028 verlängert
Das Weiterbildungsprogramm KOMPASS ist aktuell eine der spannendsten Möglichkeiten für Freiberufler und Solo-Selbstständige, eine Förderung in Anspruch zu nehmen. Wer sich jetzt klug vorbereitet, kann sich bis zu 4.500 Euro Zuschuss pro Jahr für seine Qualifizierung sichern. Der Zuschuss beträgt häufig 90 Prozent.
KOMPASS steht für „Kompakte Hilfe für Solo-Selbstständige“ und ist ein Förderprogramm des Bundesarbeitsministeriums (BMAS) und des Europäischen Sozialfonds Plus (ESF Plus). Gefördert werden Weiterbildungen, die Solo-Selbstständige krisenfester, zukunftsfähiger und konkurrenzstark aufstellen sollen. Der Staat übernimmt dabei bis zu 90 Prozent der Nettokosten, maximal 4.500 Euro innerhalb von zwölf Monaten. Das Programm läuft inzwischen bis zum 29. Februar 2028 und wurde damit deutlich verlängert.
Adressiert sind Solo-Selbstständige sowie Selbstständige mit höchstens einem Vollzeitäquivalent an Mitarbeitenden, die im Haupterwerb tätig sind. Voraussetzung sind mindestens zwei Jahre Markttätigkeit und ein Wohnsitz sowie eine Geschäftstätigkeit in Deutschland.
Gefördert werden Qualifizierungen mit mindestens 20 Unterrichtsstunden, die innerhalb von sechs Monaten abgeschlossen sein müssen. Mindestens die Hälfte der Zeit muss online oder vor Ort stattfinden, maximal 50 Prozent dürfen als asynchrone Selbstlern-Anteile gestaltet sein.
Inhaltlich reicht das Spektrum von fachlichen Kompetenzen (Hard Skills) – etwa Marketing, Digitalisierung, betriebswirtschaftliches Know-how oder berufsspezifische Expertise – bis hin zu persönlichen Kompetenzen (Soft Skills) wie Selbstmanagement, Kommunikation oder Konfliktfähigkeit. Nicht förderfähig sind zum Beispiel allgemeine Sprachkurse oder Angebote rund um Bewegung und Ernährung, sofern sie keinen klaren fachlichen Bezug zur Selbstständigkeit haben. Aktuell besonders gefragt sind Weiterbildungen rund um Künstliche Intelligenz – sowohl allgemeine KI-Kompetenz als auch sehr spezifische Anwendungen im eigenen Fachgebiet.
Der Weg zur Förderung führt immer über eine der aktuell rund 25 KOMPASS-Anlaufstellen in Deutschland. Dort findet zunächst ein kostenloses Erstberatungsgespräch statt, in dem Qualifizierungsbedarf und passende Maßnahmen geklärt werden. Auf dieser Basis stellt die Anlaufstelle einen Qualifizierungsscheck aus, mit dem dann die Anmeldung beim Weiterbildungsanbieter erfolgt. Der Teilnehmer zahlt die Weiterbildung zunächst komplett und erhält nach Abschluss bis zu 90 Prozent der Nettokosten zurück.
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Dieser Artikel wurde in den Freelance-Market-News 05/2026 veröffentlicht.



