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Diese umfassende Studie zum professionellen Übersetzermarkt wurde im Rahmen einer IHK-Projektarbeit in Zusammenarbeit mit Freelance-Market erstellt. Basis der in Deutschland bisher einmaligen Erhebung waren zahlreiche Interviews mit Übersetzern und deren Kunden. Insbesondere wurde analysiert, welche Sprachen besonders häufig angefragt werden, wer die wichtigsten Nachfrager nach Übersetzungsdienstleitungen sind und welche Vertriebskanäle die Sprachenprofis besonders erfolgswirksam einsetzen. (PDF-Dokument, 6 Seiten, 231 kB).

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Der freiberufliche Übersetzermarkt in Deutschland
von Heide Schmid
Im Rahmen einer IHK-Projektarbeit in Zusammenarbeit mit Freelance-Market.de
wurde die Struktur des freiberuflichen Übersetzermarktes in Deutschland
detailliert untersucht. Hierfür wurden zahlreiche Übersetzer und deren
Kunden interviewt. Analysiert wurden unter anderem die Verbandsstrukturen,
Kundenstruktur und Kundenakquise sowie das Auftragsportfolio der FreelanceÜbersetzer.
Außer eigenen Quellen in Form von Interviews wurden auch
Veröffentlichungen von Verbänden herangezogen um relevante Erfolgsfaktoren
für Übersetzer zu identifizieren. Auch wird auf die unterschiedlichen
Vergütungsmodelle und die Bedeutung der Übersetzungsagenturen näher
eingegangen.
In Deutschland gibt es laut Statistischem Bundesamt 40.000 Übersetzer und
Dolmetscher, die sich in fast 2/3 Frauen und gut 1/3 Männer unterteilen (Jahr 2010).
Den 33.000 freiberuflichen Übersetzern stehen nur ungefähr 7.000 Angestellte
gegenüber. Die große Mehrheit ist demnach freiberuflich tätig.
Der aktuelle Jahresumsatz aller Übersetzungen in Deutschland beläuft sich auf rund
1 Milliarde Euro. Bei einem EU-weiten Umsatz, der 2008 auf 8,4 Mrd. Euro beziffert
wurde, entfallen somit nur knapp 12 Prozent auf Deutschland.
Die wachsende Globalisierung mit ihren immer enger verflochtenen internationalen
Geschäftsbeziehungen hat einen zunehmenden Bedarf an Übersetzungsleistungen zur
Folge. Bis 2015 rechnet die Branche mit einem jährlichen Wachstum von mindestens
10 Prozent. Damit verzeichnet die Sprachindustrie eine der höchsten Wachstumsraten.
Die Dolmetscher/Übersetzerbranche ist in verschiedene Verbände segmentiert und
organisiert. Dies ergibt sich auch daraus, dass die Berufsbezeichnung "Übersetzer"
in Deutschland rechtlich nicht geschützt ist. Demnach kann sich jeder, auch
ohne entsprechende Ausbildung, "Übersetzer" nennen und als solcher arbeiten.
Eine Verbands-Mitgliedschaft wird allerdings häufig genutzt, um einen gewissen
Qualifikations- und Qualitätsstandard zu signalisieren.
Berufsverbände
Der weitaus größte Verband ist der Bundesverband der Dolmetscher und Übersetzer,
BDÜ (www.bdue.de), der 7.000 Mitgliedern präsentiert und nach eigenen Angaben
75 Prozent aller organisierten Übersetzer und Dolmetscher in Deutschland umfasst.
Die Mitglieder des BDÜ profitieren vom Leistungsangebot des Verbandes, welches

sich von Informations- bis zu Fortbildungsangeboten erstreckt. Der Verband an sich
unterteilt sich nochmal in 13 Mitgliedsverbände wie beispielsweise dem BDÜ Saar e.V.
mit 200 Mitgliedern. Die einzelnen Mitgliedsverbände sind für die Mitgliederaufnahme
und Festlegung der Jahresbeiträge zuständig. Sie variieren zwischen 100 Euro und 216
Euro pro Jahr, abhängig von den einzelnen Leistungen.
Ein Verband für deutschsprachige Übersetzer, der sich auf Literaturübersetzungen
spezialisiert, ist der VdÜ (www.literaturuebersetzer.de) der 2011 eine Anzahl von 1.200
Mitglieder umfasst. Von Literaturübersetzern werden nicht nur Belletristik, Sachbücher
und wissenschaftliche Texte übersetzt, sondern auch Comics, Theaterstücke, Hörspiele
und Filme.
ATICOM (www.aticom.de) nennt sich der Fachverband der Berufsübersetzer und
Berufsdolmetscher. Dieser tritt für die Professionalisierung des Berufsstandes und
dessen Rechte ein. Ferner führt er Aus- und Weiterbildungsveranstaltungen durch.
Daneben gibt es den internationalen Konferenzdolmetscherverband AIIC (deutsche
Internetseite www.aiic.de), dem fast 3.000 professionelle Konferenzdolmetscher aus
über 100 Ländern angeschlossen sind.
Gerichtsdolmetscher und Urkundenübersetzer schließen sich ebenfalls in einem
Interessenverband zusammen, dem VVU (www.vvu-bw.de), Verband allgemein
beeidigter Verhandlungsdolmetscher und öffentlich bestellter und beeidigter
Urkundenübersetzer in Baden-Württemberg.
Der Fachverband der Dolmetscher und Übersetzer in Deutschland, FDÜD
(www.fdued.de), vertritt die Interessen des Berufsstandes in der Öffentlichkeit, auch
gegenüber Behörden und Politikern. Die Vereinigung sieht sich als Plattform für
Übersetzer und berät diese.
Auch Übersetzungsbüros sind organisiert, im Verband der Übersetzungsbüros,
VÜ (www.vdue.de). Diesem können nur in Deutschland ansässige
Übersetzungsbüroinhaber beitreten.
Ferner gibt es das "Gemeinsame Dolmetscherverzeichnis der Polizei", für das man sich
bewerben muss, um in diesem Bereich übersetzen zu können. Laut den Datenbanken
der einzelnen Landesjustizverwaltungen gibt es in Deutschland insgesamt 20.000
juristische Dolmetscher und Übersetzer.
Erfolgsfaktoren
Von großer Relevanz, um erfolgreich als Übersetzer tätig zu sein, ist Erfahrung in der

Branche gesammelt zu haben, in der die Übersetzung anzufertigen ist, also nicht nur
sprachliche sondern auch fachliche Kompetenz. Ebenso ist Fingerspitzengefühl für die
Ausdrucksweise in der jeweiligen Sprache gefragt. Zweifelsohne ist es von großem
Vorteil, Muttersprachler in der Zielsprache zu sein, in die übersetzt wird. Dies allein
genügt aber noch nicht. Entspreche

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