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Leichte Globalisierungsskepsis in den USA und Europa

Der German Marshall Fund hat die dritte Ausgabe seiner jährlichen Meinungsstudie Perspectives on Trade and Poverty Reduction veröffentlicht (nachzulesen unter www.global-agenda.org). Die Umfrage, in der Amerikaner und Europäer zu Wirtschafts-, Handels- und Entwicklungsthemen befragt werden, lässt eine leichte Globalisierungsskepsis erkennen: Globalisierung und internationaler Handel ja, aber kein Abbau von Handelsschranken um jeden Preis, schon gar nicht für Agrarprodukte. Zudem sollten heimische Unternehmen geschützt werden, besonders vor der Konkurrenz aus China.

Trotz eines positiven Trends im Vergleich zum Vorjahr zeigt sich die Mehrheit der Befragten unzufrieden mit der Wirtschaft. Nur 41% der Amerikaner (2005: 30%) und 27% der Europäer (2005: 20%) äußerten sich positiv. Gleichzeitig befürworten 52% der Befragten die Globalisierung sowie 71% der Amerikaner (2005: 66%) und 75% der Europäer (2005: 67%) den internationalen Handel. Skepsis kommt dagegen beim Thema Freihandel und Abbau von Handelsschranken auf. Besonders Franzosen (66%) und Amerikaner (56%) sind der Meinung, dass ihre nationalen Unternehmen geschützt werden sollten.

Ähnlich heilig ist den Amerikanern die heimische Landwirtschaft. Nur 49% sind für eine Begrenzung der Agrarsubventionen, im Vergleich zu 59% der Europäer. Diese (57%) sorgen sich eher um die Qualität der Lebensmittel für den Fall, dass die Agrarmärkte weiter geöffnet werden. Das Argument: Kleine und spezialisierte Unternehmen könnten dann nicht mehr mit den multinationalen Lebensmittelkonzernen konkurrieren. Genauen Analysen der Studie sind unter www.global-agenda.org nachzulesen.

Dieser Artikel wurde in den Freelance-Market Newsletter 3/2007 veröffentlicht.